Growbox Komplettset richtig auswählen – so passt Größe, Licht & Abluft
Ein Growbox-Komplettset ist der schnellste Weg zu einem sauberen Indoor-Setup – vorausgesetzt, Größe, LED und Abluft passen zusammen. Damit du nicht zweimal kaufst, findest du hier eine einfache Checkliste.
1) Die richtige Zeltgröße: lieber passend statt „irgendwie geht’s“
- 60×60 cm: kompakt, ideal für kleine Projekte und wenig Platz.
- 80×80 / 90×90 cm: gute Allround-Größe, angenehm zu handhaben.
- 100×100 / 120×120 cm: mehr Fläche, stabilere Klimaführung, mehr Spielraum.
Tipp: Plane immer Platz für Abluftschlauch, Kabel, Luftführung und Zugang ein – nicht nur die Stellfläche.
2) LED-Leistung: Fläche und Intensität müssen zusammenpassen
Als grobe Orientierung (je nach LED-Modell und Effizienz):
- 60×60 cm: ca. 100–200 W LED
- 90×90 cm: ca. 200–300 W LED
- 120×120 cm: ca. 400–600 W LED
Wichtiger als „Watt“ ist die Ausleuchtung und ob du dimmen kannst. Ein Dimmer hilft, junge Pflanzen nicht zu stressen und später gezielt hochzufahren.
3) Abluft & Aktivkohle: der häufigste Fehler ist zu klein dimensioniert
Gerade bei wärmeren Räumen oder starken LEDs gilt: Abluft lieber eine Nummer größer und dann runterregeln. So bleibt es leiser und stabiler.
- Wähle einen AKF (Aktivkohlefilter), der zur Lüfterleistung passt.
- Nutze möglichst kurze Schlauchwege und wenig 90°-Bögen.
- Ein Speed-Controller sorgt für leisen, gleichmäßigen Betrieb.
4) Klima: Temperatur, Luftfeuchte und Luftbewegung
Für eine stabile Umgebung reichen oft schon einfache Maßnahmen:
- Ein kleiner Clip-Ventilator für sanfte Luftbewegung (kein Sturm).
- Thermo-/Hygrometer, um Werte im Blick zu behalten.
- Bei Bedarf: Luftentfeuchter oder Befeuchter – aber erst, wenn du echte Probleme siehst.
5) Praktische Details, die den Alltag leichter machen
- Wasser-Handling: genug Platz, um zu gießen/abzulassen.
- Sauberkeit: Untersetzer, Schalen, ordentlich verlegte Kabel.
- Erweiterbarkeit: Zelt höherstellbar? Mehr Abluft möglich? Dimmer vorhanden?
Fazit: Ein gutes Growbox-Komplettset ist nicht „das stärkste“, sondern das, bei dem alles zusammenpasst: Zeltfläche, LED, Abluft und Handling. Wenn du dich zwischen zwei Größen nicht entscheiden kannst, ist die größere oft die entspanntere Lösung.